Was Sie für See und Berufsfischerei tun können

Die gute Nachricht: Sie müssen Ihr Leben nicht komplett umkrempeln, um See und Berufsfischerei zu unterstützen. Viele kleine Entscheidungen im Alltag summieren sich – beim Einkaufen, beim Spaziergang am Ufer, beim Kochen zu Hause.​

1. Bewusst einkaufen – mit Signalwirkung

Wenn Sie Fisch direkt bei einem Berufsfischer kaufen, geben Sie ein klares Signal: Dieses Handwerk wird gebraucht. Dieser Umsatz bleibt in der Region, sichert Arbeitsplätze und stärkt Menschen, die sich täglich um den See kümmern.​

  • Fragen Sie nach saisonalen Arten, statt immer nur dieselbe zu kaufen.

  • Lassen Sie sich neue Fische empfehlen, die nachhaltig verfügbar sind.

  • Akzeptieren Sie, dass „ausverkauft“ manchmal ein Zeichen von Verantwortung ist – weil nicht mehr gefangen wird, als der See hergibt.

2. Fragen stellen – und Wissen mitnehmen

Nutzen Sie den Besuch im Laden wie eine kleine Beratung: „Welcher Fisch passt zu meinem Rezept?“, „Wie bereite ich das am besten zu?“, „Welche Art ist aktuell besonders empfehlenswert?“.​

So nehmen Sie nicht nur ein Produkt mit, sondern auch Wissen – und machen klar, dass Ihnen Qualität, Herkunft und Umwelt am Herzen liegen.​

3. Am See: kleine Gesten, grosse Wirkung

Jede weggeworfene Verpackung, jeder Zigarettenstummel und jeder Hund im Schilfgürtel hinterlässt Spuren. Wenn alle nur ein bisschen achtsamer sind, verändert sich viel:​

  • Müll immer mitnehmen – und im Zweifel ein Stück fremden Mülls gleich mit.

  • Uferzonen respektieren, vor allem in der Brut- und Laichzeit.

  • Mit Booten, SUPs und anderen Wasserfahrzeugen umsichtig fahren.

4. Kinder und Jugendliche einbeziehen

Ein Besuch im Fischereibetrieb, ein Blick in ein Boot oder in die Verarbeitung, einmal selbst einen Fisch anfassen – solche Erlebnisse bleiben. Kinder und Jugendliche verstehen so früh, dass Lebensmittel nicht „im Supermarkt entstehen“, sondern aus einem komplexen Zusammenspiel von Natur und Arbeit.​

Gemeinsam kochen, Geschichten über den See erzählen und Fragen zulassen: Das ist Umweltbildung ohne erhobenen Zeigefinger.​

5. Geschichten weitererzählen

Erfahrungen mit Berufsfischerei, ein Gespräch im Laden, ein Morgen am See – all das lässt sich leicht teilen: im Freundeskreis, in der Familie, in sozialen Medien.​

Je öfter solche Geschichten auftauchen, desto sichtbarer wird, dass es diesen Beruf noch gibt – und dass Menschen dahinterstehen, die Unterstützung verdienen.​

Wenn Sie das nächste Mal am Zürichsee oder Greifensee unterwegs sind, schauen Sie, ob ein Berufsfischer am Werk ist – und kommen Sie im Laden vorbei. Mit jedem bewussten Einkauf helfen Sie mit, dass dieses Handwerk eine Zukunft hat.

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